Freitag, 14. März 2014

Ceylon-Elefanten in Sri Lanka

Heute leben noch circa 3.000 wilde Ceylon-Elefanten in Sri Lanka (Elephas maximus maximus). Es ist eine Unterart des indischen Tieres. Anfrage Sri Lanka Urlaub

Elefanten Sri Lanka

In der Trockenzeit sind bis zu 100 Muttertiere mit ihren Kindern in einer Herde unterwegs. Sie leben im Hochland und klettern so sicher wie Ziegen. Ihre Nahrung besteht aus Gras, Blättern und Samen. Die sehr intelligenten Tiere verhalten sich sehr sozial und kommunizieren viel miteinander.

Glückselefant

Der Elefant gilt seit Jahrtausenden in Indien und auf Sri Lanka als ein Symbol für Glück, Reichtum und Treue. Durch seine Intelligenz steht er in besonderem Maße für Wissen und Weisheit. Reiche Singhalesen halten noch heute in Vorgärten Elefanten als Prestigesymbol.

Elefant in Kasten

Die Singhalesen unterteilen Elefanten in zehn Kasten. Größe, Wuchs, Zahnlänge, Ohrenstellung und -form sind Kriterien. Die größten Tiere gehören zur höchsten Kaste und werden als heilige Tiere verehrt. Sie sind die prunkvollen Hauptfiguren der uralten Kandy Esala Perahera Festprozession. Diese gehört zu den großartigsten Festen Südost Asiens. Ihre prunkvollen und farbenprächtigen Festprozessionen finden weltweit nicht ihresgleichen.

Arbeitselefant

Die Arbeit mit Elefanten ist vor allem im schlecht zugängigen Hochland weit verbreitet. Den Tieren werden Höchstleistungen abgefordert. Schlechte Nahrung macht die Tiere aggressiv.

Jagd wilder Elefanten

Bis 1950 wurden wilde Elefanten über 2.000 Jahre gejagt, dressiert und an Reiche versteigert. Den letzten Kraal (Elefantenpferch) bauten 1950 zweihundert Männer sechs Monate lang. Sie fingen im Juli 1950 achtzehn wilde Tiere unmittelbar an ihrer Tränke. Viele Tiere wurden verletzt und verendeten. Tierschützer setzten daraufhin ein Verbot durch. Deshalb leben heute nur sehr alte domestizierte Elefanten auf den Grundstücken der Reichen und sterben langsam aus.

Einengung des Lebensraums der Elefanten

Jahrzehntelang musste Sri Lanka seinen Reis aus China importieren, weil der eigene Anbau nicht ausreichte. Die Regierung startete deshalb ein Experiment im Hochland und siedelte arbeitslose Städter um. Die Umsiedler erhielten Land und Häuser zum Wohnen.

Da der Lebensraum der Elefanten durch Waldrodungen und Reisanbau immer mehr eingeschränkt wurde und wird, fallen die Elefantenherden oder einzelne Elefantenbullen in die Reisfelder der Bauern ein und verwüsten die Ernten. Die Bauern verbringen deshalb die Nächte auf dem Feld und schießen auf die Augen und Körper der Elefanten. Manche Tiere haben bis zu 270 Kugeln im Körper und sind blind. Jungtieren und Babies verlieren ihre Mütter. Die Elephant Conversation Unit von Sri Lanka hat deshalb bereits über 110 Tiere umgesiedelt.